Kapitalmarktzins
Wenn nicht anders definiert, die Rendite
zehnjähriger Staatsanleihen.
Kapitalstock
Sondervermögen (Fonds) einer Kapitalanlagegesellschaft, über das in der Regel eine feste (geschlossener Fonds) oder veränderliche (offener Fonds) Anzahl von Anteilsscheinen ausgegeben wird.
Kartierung
Schaubilder, die Kennzeichen über Finanz-oder Warenmärkte
(vor allem in börsennotierten Werten) in einen stimmigen Zusammenhang zu bringen suchen. Dazu gehören vor allen vergangene Kursbewegungen, Umsatzvolumina ausstehende Terminkontrakte und andere Grössen.
Kick-it-out-Order
Durch entsprechende Anweisung bei
der Bank bzw. bei einem Makler eine Position ohne Rücksicht auf den Kurs glattstellen;
also eine Kaufposition decken bzw. eine Verkaufsposition schliessen.
Konsolidation
Die Zusammenfassung mehrerer älterer begebener
Anleihen zu einer neuen Anleihe mit marktgerechteren Bedingungen, meistens durch den
Fiscal Agent. Die in die neue Anleihe einbezogenen älteren Papiere werden auch Konsols genannt.
Konvergenz
In der Börsensprache: Kassakurs und Terminpreise nähern sich einander mehr oder weniger stetig bis zum letzten Handelstag eines Terminkontrakts.
Kotierung
Die Zulassung eines Wertpapiers zum offiziellen Handel
an der Börse. - Siehe Begebung, Zweitplazierung.
Kursänderungs-Begrenzung
An Warenbörsen der USA die kleinste, von der Börsenbehörde erlaubte Kursschwankung nach oben oder nach unten für einen Terminkontrakt. Unterschiedliche Kontrakte haben jeweils ihrer eigene, festgelegte Tick-Grösse.
Börsenmakler sind verpflichtet, im Rahmen ihrer Aufklärungspflicht über allfällige Ticks zu
informieren.
Kursausbruch
Plötzliche, unvorhergesehene Kursbewegungen nach oben oder
nach unten. Werden Kurse in betrügerischer Absicht hochgetrieben , so ist das nur schwer von durch Marktkräfte bewirkten Transaktionen zu
unterscheiden und stellt die Aufsichtsbehörden vor Probleme.
Kurs-Gewinn-Verhältnis, KGV
Die Beziehung zwischen der Aktiennotierung eines Unternehmens (an der Börse) und demn (freilich: wie errechneten?) Erträgen. Mit Hilfe dieser Kennzahl glaubt man, das Anlagepotential von Unternehmen vergleichen zu können; sie wird daher von manchen Börsenbeobachtern und Fondsmanagern bei Entscheidungen und Prognosen besonders ins Auge gefasst. In den USA liegt
das KGV bei den 500 grössten börsennotierten Firmen langfristig im Durchschnitt (bei
starken zeitlichen Schwankungen: spekulative Blasen) nahe 15.