Daueremission
Begebung von Wertpapieren nach einem im voraus
bekannt gegebenen Zeitplan. Besonders bei staatlichen Emissionen im Zuge der Schuldenaufnahme verbreitet. In Deutschland bei Bundesschatzbriefen, Bundesobligationen
und Finanzierungsschätzen üblich und auch von Privatanlegern gern nachgefragt, weil
man die jeweils ausgegebenen Papiere ohne Nebenkosten über die Hausbank erwerben
kann.
Dax
Deutscher Aktienindex, enthaltend um die dreissig Blue Chips, die jedoch gesamt
haft etwa siebzig Prozent der deutschen Börsenkapitalisierung widerspiegeln. Der Index
wurde am 1. Juli 1988 eingeführt und hat sich sehr rasch zu dem deutschen Börsen-
Barometer schlechthin entwickelt. Damit die Werte möglichst genau die deutsche Wirtschaft widerspiegeln, werden die in den Index einbezogenen Aktien regelmässig auf ihre
Berechtigung und Gewichtung im Index überprüft. Derzeit gilt die sog. 35/35-Regel. Danach kann ein Titel nur dann in den Dax aufgenommen werden, wenn er sowohl hinsichtlich des Börsenumsatzes als auch des Free Float mindestens Platz 35 belegt.
Day-Trading
Form des Wertpapierhandels, bei der Positionen
innert eines Handelstages eingegangen und wieder geschlossen werden. Ziel des Day-
Traders ist es, Kursänderungen zur Gewinnerzielung zu nutzen. Anbieter des Day-
Trading (Banken oder sogenannte Day-Tading Centres) stellen die hierfür erforderlichen
technischen Handelsmöglichkeiten zur Verfügung, z. B. Echtzeit-Handel oder elektronisches Order-Routing. Entsprechende Aufträge gehen dadurch ohne nennenswerte zeitliche Verzögerung an die Börse. In Deutschland verlangt die Aufsichtsbehörde eine besondere Aufklärungspflicht der Kunden durch den Day-Trader.
Delisting
Der Rückzug eines Emittenten von der
Börse. In Deutschland ist dieser Vorgang gesetzlich geregelt und wird von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht überwacht. -Obwohl das Delisting eine wesentlich veränderte Bedingungen der Handelbarkeit einer Aktie darstellt, unterliegt es in
Deutschland (noch) keiner Ad-hoc-Mitteilungspflicht, da es sich dabei formal nicht um
eine Veränderung der finanziellen oder wirtschaftlichen Situation des Unternehmens
handelt.
Depot
Aufbewahrungsort von wertvollen Gegenständen; im besonderen ein
Bankschliessfach. -
Das von einer Bank geführte Wertpapier-Konto für einen Kunden,
manchmal auch auf die Konten gesamthaft bezogen. In Deutschland zählte man Mitte
2005 gut 34 Millionen Depots.
Disagio
Allgemein ein Marktwert unter dem Nennwert, in der Regel in Prozent ausgedrückt.
Der Unterschied zwischen dem Emissionskurs und dem
höheren Nennwert bzw. Rückzahlungskurs einer Anleihe (Emissionsdisagio); statt Disagio findet man manchmal auch die Bezeichnung Abgeld. Eine Emission von Aktien mit
Disagio ist in Deutschland nicht zulässig, bei festverzinslichen Wertpapieren dagegen
üblich, vor allem auch im Islamic Banking.
Dividendenrendite
Kennzahl, gebildet aus der Dividende je Aktie geteilt
durch den aktuellen (Börsen)Kurs. Damit wird lediglich eine Aussage darüber getroffen,
welchen Ertrag (Profitrate in der Terminologie der älteren Nationalökonomie) das von
dem Anleger angelegte Kapital für dessen Portfolio brachte.
Dow-Jones-Average
Seit 1897 wichtiger Konjunkturbarometer in den USA. Der Index
gründet sich auf eine Auswahl von Aktienkursen führender Unternehmen, die am Big
Board (an der Börse von Neuyork) gehandelt werden.