Passivgeschäft
Transaktionen, durch welche man zum Schuldner wird. Bei einer Bank in erster Linie die von ihr übernommenen Geldeinlagen,
aufgenommenen Kredite oder ausgegebenen Obligationen.
Passivzinsen
Zinsen, welche eine Bank ihren Einlegern
zahlt.
Personalkredit
Kredit, der einer Person lediglich ob ihrer Vertrauenswürdigkeit, wegen ihres Einkommens bzw. aufgrund ihrer Vermögenslage gewährt
wird, ohne dass besondere Sachwerte des Kreditnehmers als Pfand haften. Manchmal
auch Blankokredit genannt.
Pfandbrief
Durch Hypotheken oder Staatsgarantie gedeckte Schuldverschreibung.
Pfandleiher
Betriebe, die gewerbsmässig verzinsliche Darlehn gegen die
Verpfändung von Gegenständen gewähren. Sie gelten in Deutschland zwar nach §
2, Abs. 1 KWG nicht als Kreditinstitute, sind aber im Zuge der Geldwäsche in das Visier
der Behörden gekommen.
Plausibilitäts-Beurteilung
Von Banken wird bei einem Kreditantrag eines Geschäftskunden in der Regel verlangt, eine von einem Wirtschaftsprüfer
oder Steuerberater nach § 18 KWG testierte Bilanz vorzulegen.
Postkreditbrief
In Deutschland früher von den Postscheckämtern ausgestellte Wertpapiere,
die bei fast jeder Postanstalt eingelöst werden konnten, und die sich deshalb breiter Beliebtheit erfreuten.
Prime Rate
In den USA und Kanada üblicher Zinssatz, den "erste Adressen" für die Aufnahme von kurzfristigen Krediten an ihre Banken zahlen müssen.
Der Prime Rate kommt in den USA der Charakter eines Leitzinssatzes zu.
Produktivkredit
Darlehn gewährt für Investitionszwecke.
Prozyklizität
Die Tatsache, dass das Kreditgeschäft der Banken tendenziell
das gleiche Verhaltensmuster aufweist wie die Realwirtschaft, also starkes Wachstum bei
einem konjunkturellen Aufschwung und minimes oder gar rückläufiges Wachstum innert
des Abschwungs.