Garantiegeschäft
Die Übernahme von Bürgschaften, Garantien
und sonstigen Gewährleistungen für Dritte.
Gearing
Wenn nicht anders definiert, das Verhältnis von Netto-Kreditverschuldung (= die langfristigen Finanzschulden abzüglich der
flüssigen Mittel und der Wertpapiere des Umlaufvermögens) zum Eigenkapital eines Unternehmens. Ein zu hoher Wert beim Gearing deutet auf eine entsprechend starke Krisenanfälligkeit des Unternehmens hin.
Geldmakler
Unternehmen, deren Haupttätigkeit darin besteht, Darlehn
zwischen Kreditinstituten zu vermitteln. Sie gelten in Deutschland als Finanzunternehmen, die einer Erlaubnis bedürfen und der Überwachung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.
Gemeindeanleihe
Von (grösseren) Städten emittierte
Schuldverschreibung, deren Bedienung (Verzinsung und Rückzahlung) die ausgebende
Kommune haftet.
Gläubiger
Zu nachrangigen Verbindlichkeiten zählen
alle Schulden, die im Insolvenzfall erst nach Befriedigung aller Gläubiger bedient werden.
Grundsätzlich besteht ein besonderer Anreiz zur Risikoüberwachung einer Bank durch
die Gläubiger nachrangiger Verbindlichkeiten. Denn diese haben im Gegensatz zu den
Bankaktionären nur begrenzt Anteil an Gewinnsteigerungen, sind aber im Gegensatz zu
anderen Gläubigern voll am Risiko eines Instituts beteiligt. In Krisenzeiten einer Bank
jedoch verlieren nachrangige Gläubiger das Interesse an einer Begrenzung des Risikos;
denn ihre Stellung nähert sich im Insolvenzfall derjenigen der Eigentümer.
Granularität
Mass für die Anzahl und Höhe der einzelnen Forderungen im
Verhältnis zum Gesamtumfang der gewährten Darlehn einer Bank; näherhin ein Streuungsmass der Kredite nach betragsmässigen Grössen. Hohe Granularität wirkt CETERIS
PARIBUS risikomindernd und nach Basel-II daher kapitalentlastend.
Grosskredite
Ausleihungen an einen Kreditnehmer, die in der Regel zehn Prozent des haftenden Eigenkapitals einer Bank erreichen oder gar übersteigen.
Grundsätzlich gilt für solche Kredite eine Meldepflicht.
Gutkapitalisiert
Begriff aus dem Aufsichtsrecht der USA. -In Zusammenhang mit dem Gramm-Leach-Bliley-Gesetz (GLB Act) aus dem Jahre 2000 muss
eine Bankholding (bank holding company, BHC) ein bestimmtes, im einzelnen sehr genau vorgeschriebenes Risikomanagement nachweisen.
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