Bankassekuranz
Das Angebot von in der Regel eng miteinander verzahnten Bank-und Versicherungsleistungen durch ein Unternehmen. Dabei erfolgt der
Vertrieb der entsprechenden Finanzprodukte meistens durch eine Bank, die mit einem
Versicherungsunternehmen kapitalmässig oder (seltener) durch entsprechende Verträge
verbunden ist.
Bankschuldverschreibung
Von Banken begebenes, als
Schuldverpflichtung gestaltetes Wertpapier in der Regel mit festem Zinssatz. Statistisch
werden die Emissionen zwar erfasst; es existiert aber keine Abnehmer-Statistik; auch gibt
es keine Zuordnung in inländische und ausländische Halter.
Tauschgeschäft, bei dem (grundsätzlich ohne Dazwischenschaltung von Geld) Ware gegen Ware bzw. auch Wertpapier gegen Wertpapier übertragen
wird. - Siehe Geldabschaffung, Kompensation, Tausch-Gutschein.
Vor allem auf dem Goldmarkt übliche Bezeichnung für den
Prozentsatz an Zentralbankgeld, der bei einem Terminkontrakt
hinterlegt werden muss. Dieser Margenbetrag wird auf ein eigenes Margenkonto gutgeschrieben und bleibt dort bis
zur Fälligkeit des Kontraktes blockiert. Fällt der Goldpreis nach Vertragsabschluss, dann
muss eine zusätzliche Margendeckung beschafft werden.
Basiswert
Derivaten zugrunde liegendes Finanzinstrument. Dabei
handelt es sich vor allem um Aktien, Zinstitel, Indizes, Devisen, Edelmetalle, Finanz-
Derivate und Waren. Der Wert des Derivates ist von dem jeweiligen Basiswert (häufig
auch Bezugsbasis genannt) abhängig.
Beleihungswert
Allgemein der fachkundig ermittelte (Markt)Preis eines Gegenstandes bzw. einer Immobilie als Grundlage für ein zu gewährendes Darlehn.
Beta
Mass für die Beziehung zwischen der Kursbewegung einer Aktie (etwa:.
Deutsche Telekom AG) und dem Aktienindex (etwa: Dax). Ein Betafaktor von >1 bedeutet, dass der entsprechende Wert grösseren Ertragsschwankungen unterliegt, daher auch
ein grösseres Risiko in sich trägt. -Der Betafaktor spielt besonders bei Absicherungsgeschäften (zur Bestimmung der erforderlichen Anzahl der Kontrakte für Aktienindex-
Futures) eine Rolle.
Bewertungsabschlag
Berücksichtigung allfälliger Wertänderung
von Kreditsicherungsinstrumenten (wie etwa Wertpapiere, Aktien, Lebensversicherungsverträge) im Bankgeschäft.
Bonitätsabschlag
Banken, die sich bei der Zentralbank sehr
hoch und/oder ungewöhnlich langfristig verschulden, haben offensichtlich die Goldene
Bankregel missachtet. Sie gelten als unsolide, was zu einer niedrigeren Einstufung ihrer
Kreditwürdigkeit (Rating) führt. Sie müssen infolge dessen auf dem Nostromarkt mit
schlechteren Bedingungen (= höheren Refinanzierungskosten) rechnen.
Borgkraft
Borgkraft (credit capacity): Die einem öffentlichen oder privaten, inländischen oder ausländischen Kreditnehmer seitens der Bank zugeschriebene Fähigkeit, gewährte Darlehn
vertragsgemäss zurückzuzahlen; manchmal auch Leihkraft und Kreditwürdigkeit genannt.